Die Pharma-Industrie beglückte die Männerwelt in den zurückliegenden Jahren mit Medikamenten, welche den Ruf haben, die sexuelle Leistungsfähigkeit und Ausdauer positiv zu beeinflussen. Der amerikanische Konzern Pfizer und sein Produkt Viagra waren wohl die Pioniere aus diesem Gebiet. Viagra gibt es in Tablettenform und in drei verschiedenen Dosierungen. Jeweils 25 mg, 50 mg oder 100 mg des Medikamentes Sildenafil Citrate in einer Tablette. Viagra Tabletten sind blau und haben eine klassische Rautenform. Nach der Markteinführung in den USA im Jahre 1998 ließ der kommerzielle und globale Erfolg der Droge nicht lange auf sich warten. Der Siegeszug von Viagra erlebte erst mit der breiten Markteinführung der Konkurrenzprodukte Cialis und Levitra in 2007 einen Dämpfer.
Viagra stand anfänglich nur Ärzten für Patienten mit so genannter Erektiler Dysfunktion zur Verfügung und wurde streng per Rezept reglementiert. Wie jedes andere Medikament auch, hatte Viagra in Feldstudien zu den verschiedensten ärztlichen Befunden gefürt, welche Pfizer als mögliche Nebenwirkungen des Medikamentes auch auf den Beipackzetteln vermerken mußte. In der Praxis erlebt nicht jeder Konsument alle aufgelisteten Nebenwirkungen, ein Austrocknen der Schleimhäute im Nasen und Rachenraum gehört wohl zu den Erscheinungen, welche Benutzer von Viagra in Kauf nehmen. Viagra sollte mindestens 30 Minuten vor dem Sex eingenommen werden, um die maximale Wirkung zu entfalten. Ungefähr vier Stunden nach der Einnahme beginnt die Wirkung abzuklingen.
Die Pharmaunternehmen Eli Lily und ICOS brachten in 2003 das Cialis auf den Markt.
Cialis beinhaltet als Wirkstoff das Tadalafil. An Dosierungen gibt es Cialis in Tabletten mit je 5 mg, 10 mg oder 20 mg. Die empfohlene Zeitspanne zur Einnahme bei Cialis ist 30 Minuten bis 12 Stunden vor der geplanten sexuellen Aktivität. Cialis wird nachgesagt, dass die Wirkung erst nach 17 bis 36 Stunden nach der Einnahme langsam abbaut. Cialis sind mandelförmige, gelbe Tabletten. Plötzliche Magen- oder Rückenschmerzen treten bei manchen Konsumenten auf, auch Kopfschmerz oder eine laufende Nase kann bei allen genannten Mitteln auftreten. Im Wesentlichen haben alle drei Präparate ein ähnliches Spektrum möglicher Nebeneffekte. In den seltensten Fällen sind diese so seriös, dass ein Arzt zu Rate gezogen werden müsste.
Levitra, von den Unternehmen Bayer und GlaxoSmithKline vermarktet, bekam ebenfalls im Jahre 2003 die Freigabe der Kontrollbehörden. Levitra beinhaltet das Medikament Vardenafil Hydrochloride und kommt in Darreichungsformen von 2,5 mg, 5 mg, 10 mg und 20 mg. Sexualexperten sagen dem Levitra die kürzeste Zeitspanne nach, die nach der Einnahme vergehen muß, um eine einsetzende Wirkung zu erzielen. Zeiträume zwischen 15 Minuten und 25 Minuten stehen bei Levitra im Raum. Die Wirkung läßt nach etwa fünf Stunden nach. Levitra Tabletten sind orangefarbig und haben ein Flammenlogo aufgebracht.
Alle drei Potenzhelfer sind in ihrer Wirkung ähnlich, die Unterschiede ergeben sich in der individuellen Verträglichkeit und in den Nebeneffekten, die jeder Konsument anders erlebt oder empfindet. Auf einen kleinen Prozentsatz der Männer wirkt keines dieser Mittel, aber ein überwiegender Teil der männlichen Bevölkerung kann gegebenenfalls Potenzschwächen sehr einfach mit einem dieser Medikamente kurieren. Suchtgefahr besteht nach Ansicht der Pharmakologen keine und vor einer Überdosierung ist eigentlich bei jedem Medikament abzuraten. Wer die konkrete Wirkung der verfügbaren Mittel für sich ausprobieren möchte, dem sei angeraten, die einzelnen Anbieter in einem persönlichen Vergleich zu testen. Nur das persönliche Experiment kann Aufschluß geben, welches der Mittel individuell gesehen das Beste und Verträglichste ist. Kleingebinde der einzelnen Produkte werden angeboten und machen so das Austesten einfach.
